Programme und Biografien der Solisten des Internationalen Orgelsommers 2019

Internationaler Riddagshäuser Orgelsommer 2019

1619 – 1979 – 2019

Vierhundert Jahre Orgel in der Klosterkirche
Vierzig Jahre Führer Orgel in der Klosterkirche

Ein Orgelfeuerwerk mit Internationalen Meisterorganisten

 

Eröffnungskonzert, Sonntag 30. Juni 2019, 17 Uhr
Pipe & Drums of Brunswiek
Leitung: Pipemajor Michael Timpe
Orgel: Hans-Dieter Karras

Programm folgt

Pipes and Drums of Brunswiek

Die Band wurde eher zufällig in einer geselligen Runde am 30 April 1997 im Braunschweiger Stadtteil Harxbüttel gegründet. Anlass war eine Bagpipe ‘‘pakistanischer Bauart‘‘, die der damalige Pipemajor Ulrich Jäger von seinem Vater zu Weihnachten geschenkt bekam. Da zum Gründungszeitpunkt der Band andere Piper bzw. Bands noch unbekannt waren, hat man begonnen zunächst Themaniten und Griffe zu lernen. Das Chanter des ‘‘Pakistani‘‘ wurde kurzerhand mittels selbstangefertigter Mundstücke zum Practice Chanter umgewandelt. Außer dem Pipemajor besaß keines der 8 Gründungsmitglieder Notenkenntnisse. Diese mussten erst in mühevoller Arbeit erworben werden. Als jeder mit Kilt, weißen Strümpfen und einem Barett ausgestattet war, konnte es losgehen. Der 1. Auftritt fand am 04.01.1998 in Vechelde statt. Erst der Erwerb eines deutschsprachigen Bagpipetutors brachte Licht ins Dunkel. Von diesem Zeitpunkt an ging es stetig bergauf. Es wurden richtige Practice Chanter beschafft und die ‘‘Pakistani‘‘ gegen schottische Bagpipes ausgetauscht. Fast zeitgleich kamen Drummer jeder Sparte hinzu und die Band wuchs im Laufe der Zeit. Ein Highlight der Pipes & Drums of Brunswiek war die Organisation und die Austragung ihres eigenen 1. International Pipefestivals am 24.11.2007 in der Stadthalle Braunschweig mit Bands aus 5 europäischen Ländern. Der Schirmherr dieses Festivals war der damalige Ministerpräsident von Niedersachsen, David McAllister. Nach 12-jähriger Tätigkeit als Pipemajor trat Ulrich Jäger am 30.04.2009 von seinem Amt zurück. Neuer Pipemajor wurde Pipesergeant Michael Timpe, der das Amt ab dem 01.05.2009 zunächst kommissarisch übernahm und auf der Jahreshauptversammlung am 06.03.2010 von den Mitgliedern offiziell bestätigt wurde. Die Band kann auf viele Höhepunkte in ihrer Laufbahn zurück blicken, wie die Teilnahmen an Tattoos  und Festivals in Schottland / Edinburgh, Schweden, Dänemark, Niederlande, Schweiz und natürlich in Deutschland. Einer der weiteren Höhepunkte war der Auftritt in der Klosterkirche mit Hans-Dieter Karras beim Internationalen Riddagshäuser Orgelsommer 2010.

www.brunswiek-pipers.de

Karras 1

Hans-Dieter Karras wurde 1959 in Jena (Thüringen) geboren. Er studierte in Dresden, Herford, Detmold und ausserdem in Paris bei berühmten Organisten. Seit 2001 ist er Kirchenmusiker an der Klosterkirche Riddagshausen. Vorher war er 19 Jahre lang an der Brüdernkirche-St. Ulrici in Braunschweig tätig. Dort hatte er die Internationalen Orgelkonzerte gegründet und organisiert, ebenso die Tage neuer Kirchenmusik in Braunschweig. Auch versah er das Amt des Orgelsachverständigen in der Braunschweiger Landeskirche. Nach dem Stellenwechsel an die Klosterkirche gründete er 2002 auch den Internationalen Riddagshäuser Orgelsommer. Er konzertierte weltweit, oft auf Einladung der Goethe-Institute, und hat u.a. das Orgel-Gesamtwerk von Théodore Dubois in der Pariser Kirche Madeleine aufgenommen. qKarras hatte Gastdozenturen an Universitäten in den USA und Lettland. Er komponierte zahlreiche Werke für Orgel, Kirchen- und Kammermusik, Solokonzerte und bisher 6 Sinfonien. Als Organist spielt er weltweit und war Juror bei Wettbewerben u.a. in China. Er konzertierte auch mit Sinfonieorchestern, wie dem Braunschweiger Staatsorchester, der Lausitzer Philharmonie, der Dallas Symphony und dem Tblisi Symphony Orchestra in Tiflis. Seine Interpretationen liegen auf über 20 CDs vor, einen Teil davon bringen auch Live-Mitschnitte zu Gehör, so zehn Live-CDs der „Orgelmusik von Acht bis Mittenacht“ aus der Brüdernkirche mit einem gewaltigen Spektrum der Orgelmusik aus 5 Jahrhunderten. Mehrfach ausgezeichnet wurden seine Einspielungen der Orgelkonzerte von Rheinberger und dem Gesamtwerk von Théodore Dubois. Neu erscheinen dieses Jahr eine CD mit Improvisationen aus der Westerkerk in Enkhuizen am Ijsselmeer und die Fortsetzung der „Suiten“, dieses Mal aus der Klosterkirche.

www.prospect-al.de / www.sicus.de  / www.konzertorganist.de

 

Konzert I, Sonntag 7. Juli 2019, 17 Uhr
Naji Hakim (Paris)

Naji Hakim (* 1955)
Bagatelle

Louis-Nicolas Clérambault (1676-1749)
Suite du 2ème ton
Plein jeu – Duo – Trio – Basse et cromorne – Flûtes – Récit de nazard – Caprice sur les grands jeux

Naji Hakim
Trois Paraphrases sur ‚Veni Creator‘
Ductore sic te praevio (That under your considerate guidance) - Fons vivus (The living source), Virtute firmans perpeti (By your eternal power)

Johann-Sebastian Bach (1685-1750)
Präludium und Fuge C-Dur BWV 547

Naji Hakim
Trois Danses Basques: Zortziko – Ezpata Dantza – Fandango

Nicholas de Grigny (1672-1703)
Récit de tierce en taille

Naji Hakim
Carnaval

Freie Improvisation

Hakim 1


Naji Subhy Paul Irénée Hakim wurde am 31. Oktober 1955 in Beirut (Libanon) geboren. Er absolvierte umfangreiche Studien bei J. Langlais (Orgel), E. Aïello (Orchesterleitung) und am Pariser Conservatoire National Supérieur de Musique in den Klassen von Roger Boutry (Harmonie), Jean-Claude Henry (Kontrapunkt), Marcel Bitsch (Fuga), Rolande Falcinelli (Orgel), Jacques Castérède (Analyse) und Serge Nigg (Orchestrierung), wo er sieben erste Preise erzielte. Neben einem Lehrdiplom für Orgel des Trinity College of Music in London kann er auf neun erste Preise bei internationalen Orgel- und Kompositionswettbewerben zurückblicken. 1991 verlieh ihm die Académie des Beaux-Arts den Preis André Caplet. Nachdem er von 1985 bis 1993 das Amt des Titularorganisten der Basilika Sacré-Coeur de Montmartre innehatte, wurde er Nachfolger Olivier Messiaens an der Église de la Trinité. Weiterhin ist er tätig als Professor für musikalische Analyse am Conservatoire National de Région in Boulogne-Billancourt und als Gastprofessor an der Royal Academy of Music in London. Als Ingenieur ist er Absolvent der École Nationale Supérieure de Télécommunications in Paris. Er ist Mitglied der Consociatio Internationalis Musicae Sacrae in Rom und Ehrendoktor der Saint-Esprit-Universität in Kaslik, Libanon. Im Jahr 2007 wurde Naji Hakim von Papst Benedikt XVI. für sein herausragendes Engagement und seine Arbeit zu Gunsten der Kirche und des Heiligen Vaters das Ehrenzeichen "Pro Ecclesia et Pontifice" verliehen. Sein Katalog umfasst Instrumentalwerke (Orgel, Flöte, Fagott, Horn, Trompete, Harfe, Gitarre, Violine, Klavier), symphonische Musik (Les Noces de l‘Agneau, Hymne de l‘Univers, Ouverture Libanaise, Påskeblomst, fire Orgelkonzerte, Violinkonzert, Klavierkonzert) und Vokalmusik (Oratorium Saul de Tarse, Kantate Phèdre, Magnificat und vier Messen).

www.najihakim.com


Konzert II, Sonntag 14. Juli 2019, 17 Uhr
Richard Brasier (London)

Louis James Alfred Lefébure-Wély (1817-1869)
Sortie in g-moll

Theodore Dubois (1837-1924)
Marche des Rois Mages (aus den 12 Stücken)

John Field (1782-1837)
Nocturne no.5 in B flat major H.37 arr. Richard Brasier

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Partita diverse sopra il Corale: Sei gegrüβet, Jesu gütig BWV 768

Felix Mendelssohn (1809-1847)
Präludium und Fuge G-Dur Op.37 Nr.2

Joseph Jongen (1873-1953)
Scherzetto Op.108 no.1                                           

Flor Peeters (1903-1986)
Toccata, Fugue et Hymne sur ‘Ave Maris Stella’

Brasier Upminster


Richard Brasier gilt als „einer der besten jungen Organisten Europas“ und kann als Solist, Kammermusiker, Begleiter, Animator und Lehrer eine für sein Alter lange und internationale Karriere vorweisen. Richard wurde 1988 in Chelmsford, Essex, geboren und studierte an der Royal Academy of Music in London, wo er bei David Titterington und Nicolas Kynaston lernte. Mit dem Nicholas-Danby-Stipendium setzte er sein Studium bei Johannes Geffert an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln fort. Andere wichtige musikalische Einflüsse waren Anne Marsden Thomas und David Sanger. Als Konzertorganist und Konzertsolist trat er in Konzertreihen und großen internationalen Festivals auf historischen und modernen Instrumenten in ganz Großbritannien und Europa auf. Seine Aufnahmen wurden in Radio, Fernsehen und anderen Plattformen in ganz Europa und den USA ausgestrahlt. Zu den kommenden Performance-Projekten gehört eine vollständige Aufführung der Orgelwerke von Johann Sebastian Bach. Richards Debütaufnahme an der Kenneth Tickell-Orgel von St. Laurence, Upminster mit Werken von William Byrd, Lionel Rogg, J. S. Bach, C. Ph. E. Bach, Robert Schumann, Felix Mendelssohn und Christian Heinrich Rinck im vorigen Jahr erhielt sehr gute Kritiken. Als Dozent hat Richard kürzlich vor Studenten des Royal Birmingham Conservatoire über Martin Luthers Reformation, vor Mitgliedern der Edinburgh Society of Organists über die Geschichte der englischen Orgel und Studenten der RCO Summer School 2018 über Leben und Werk von Josef Rheinberger und Max Reger gesprochen. 2019 wird er in London an der Christ Church, Spitalfields zum Orgeltag in London zu Themen rund um Orgel und ihre Mechanik aus dem 18. Jahrhundert sprechen. Zwischen 2016 und 2018 hatte Richard das Amt des Präsidenten der Essex Organists Association inne. Seit 2013 ist Richard als Musikdirektor an der Pfarrkirche St. Laurence in Upminster tätig. Neben seinen dortigen kirchlichen Aufgaben betreut er die Einführung eines Orgelstipendiums und eine Reihe von Mittagskonzerten (Lunchtime Concerts). Richards komplette Bach-Reihe wird das Kirchenprojekt unterstützen, um einen Teil des östlichen Endes des Gebäudes wiederaufzubauen. Seit 2014 ist Richard als Lehrer für das Royal College of Organists tätig und wurde 2017 in den Akademischen Rat des RCO berufen. Richard leitet Meisterkurse und Studienreisen für Studenten im In- und Ausland und unterrichtet regelmäßig Meisterkurse für Organisten aller Altersstufen und Fähigkeiten. Er unterrichtet auch freiberuflich Orgelschüler an der University of Cambridge. Ehemalige Studenten von ihm erhielten Stipendien für bedeutende Universitäten und wurden zu prominenten kirchlichen Positionen in ganz Großbritannien ernannt. Vor zwei Jahren konzertierte Richard schon mit großem Erfolg im „Internationalen Riddagshäuser Orgelsommer“

www.richardbrasier.com

www.richardbrasier.com


Konzert III, Sonntag 21. Juli 2019, 17 Uhr
Alexander Fiseisky (Moskau)

Dieterich Buxtehude (um 1637-1707)
Praeludium in F, BuxWV 145

Jan Pieterszoon Sweelinck (1562-1621)
Fantasia in d (auf die Manier eines Echo)

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Fantasie und Fuge a-Moll BWV 561

Fantasie C-Dur BWV 570

Choralbearbeitungen:
„Lobt Gott, ihr Christen, allzugleich“ BWV 732
„Aus der Tiefe rufe ich“ BWV 745

Fantasie (Piéce d’orgue) G-Dur BWV 572

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Choral und Variation "Herzlich tut mich verlangen"

Sonate c-Moll op. 65 Nr 2
Grave – Adagio – Allegro maestoso e vivace – Fuga. Allegro moderato

Johannes Brahms (1833-1899)
Zwei Choralbearbeitungen aus op. 122 über „Herzlich tut mich verlangen“

Wladimir Odojewskij (1804-1869)
Gebet ohne Worte

Constantin Homilius (1840-1918?)
Praeludium G-Dur

Fiseisky 1


Professor Alexander Fiseisky wurde in Moskau geboren, absolvierte am dortigen Konservatorium sein Studium in den Fächern Klavier und Orgel mit Auszeichnung und gilt heute als der bedeutendste und einflussreichste Organist Russlands. Er ist Solo-Organist der Moskauer Staatlichen Philharmonischen Gesellschaft, Leiter der Orgelabteilung an der Russischen Gnessin Musikakademie, Präsident des Wladimir Odojewskij Orgelkunstzentrums, Berater bei Orgelneubauten, Mitglied im Gremium, das den Ausbildungsstandard im Fach Orgel an sämtlichen Musikakademien Russlands festlegt, künstlerischer Direktor vieler internationaler Orgelfestivals, Organisator der internationalen wissenschaftlichen Konferenzen, Jurymitglied bei internationalen Wettbewerben. Er konzertierte in mehr als 30 Ländern. Im Bachjahr 2000 führte er in Deutschland viermal das Gesamtorgelwerk von J. S. Bach auf, davon zweimal im Rahmen der EXPO 2000 in Hannover, und in Düsseldorf an einem einzigen Tag als Bach-Marathon. Hierfür wurde in Moskau eine Eintragung ins Buch Rekorde des Planeten Erde vorgenommen. In Händeljahr 2009 kamen in Moskau und Hannover alle Konzerte für Orgel und Orchestra von G. F. Händel, gemeinsam mit dem Gnessin Barock Orchester zur Aufführung.  Ihm sind zahlreiche Werke zeitgenössischer Komponisten gewidmet, und seine musikwissenschaftlichen Veröffentlichungen (u.a. Anthologien Orgelmusik in Russland, Orgelmusik in den Baltischen Staaten, Bärenreiter-Verlag) finden starke Beachtung im In- und Ausland. Sein Buch, das sich mit der Entwicklung der Orgel und Orgelmusik befasst, ist im März 2009 in Moskau veröffentlicht worden. Alexander Fiseisky ist Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Im Jahr 1997 wurde er von Präsident Jelzin mit dem Titel "Verdienter Künstler Russlands“ ausgezeichnet. Im Jahr 2010 ehrte ihn der Moskauer Komponistenverband mit der Goldenen Medaille für seine Anstrengungen bei der Weiterverbreitung moderner Musik.

www.fiseisky.de

 

Konzert IV, Sonntag 28. Juli 2019, 17 Uhr
Stephen Tharp (New York)

Georg Friedrich Händel (1685-1957)
Aus der „Feuerwerksmusik“ (1748)
Overture - Bourrée - La Paix - La Rejouissance - Menuet I & II
(Transkription: Stephen Tharp)

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Choralbearbeitung „An Wasserflüssen Babylon“ BWV 653

Präludium und Fuge e-moll, BWV 548

Johannes Brahms (1833-1897)
Choralvorspiel „Schmücke dich, o liebe Seele“ Op. 122 Nr. 5

William Albright (1944-1998)
Auswahl aus dem „Organbook III“ (1978)
Recitative-Chorale - Underground Streams - Nocturne - Finale

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Chromatische Fantasie und Fuge BWV 903
(Orgelbearbeitung: Stephen Tharp)

Stephen Tharp 1


Stephen Tharp studierte Orgel und Klavier in Illinois/USA, Haarlem/NL und Paris, unter anderem bei Wolfgang Rübsam, Gillian Weir und Jean Guillou. Tharp war von 1995–1997 Associate Organist der St. Patrick’s Cathedral in New York City; seit 2014 ist er Artist-in-Residence an der St. James Church Madison Avenue. 2005 und 2011 wurden von 'Pipedreams' zwei Sendungen ausgestrahlt, die ausschließlich seiner Karriere gewidmet sind. Im April 2008 wurde Tharp zum Offiziellen Organisten anlässlich der Apostolischen Reise Papst Benedikts XVI in New York berufen. 2009 wurde er mit dem Deutschen Schallplattenpreis für die Aufnahme des Gesamtwerks von Jeanne Demessieux ausgezeichnet. 2012 erhielt er den Preis "2011 International Performer of the Year Award" des New York City Verbundes der American Guild of Organists (AGO) und 2015 den Paul Creston Award für herausragende Errungenschaften in der Kirchenmusik und darstellenden Kunst. Stephen Tharp ist seit 20 Jahren gefragter Konzertorganist in den USA und in Europa (über 1400 Konzerte und 45 internationale Tourneen) sowie Komponist (unter anderem Auftragswerk für die Einweihung der neuen Hochdruckregister des Kölner Domes am Ostersonntag 2006). Insgesamt 14 Solo-CD‐Aufnahmen sind bei Labels wie JAV Recordings, Naxos, organum, Ethereal und AEOLUS erschienen. Stephen Tharp wird als "der beste Organist in Amerika" (The Diapason) gefeiert. Sein Orgelspiel ist virtuos, farbenreich und brillant. Er ist Artist-in-Residence an der St. James Episcopal Church Madison Avenue in New York City. Über 50 Tourneen als Solist und mehr als 1500 gespielte Konzerte von Sydney bis Moskau sowie die Einladung beim Papstbesucht 2008 zeugen von seinem weltweiten Ruf als Orgelvirtuose. Zahlreiche Uraufführungen, Auftragskompositionen und CDs krönen seine Aktivitäten.

www.stephentharp.com

 

Konzert V, Sonntag 4. August 2019, 17 Uhr
Gerben Mourik (Oudewater)

Karl Hoyer (1891-1936)
Toccata und Fuge D-Dur 

Max Reger (1873-1916)
Präludium und Fuge Op. 85 Nr.3

Improvisation I

Paul Damjakob (1939)
Concerto in G-Dur
Allegro – Adagio – Alla Marcia

Improvisation II

Johann Gottfried Walther (1684-1748)
Orgelchoral „Freu dich sehr, o meine Seele“

Joseph Ahrens (1904-1997)
Kleine Musik in a-moll
Allegro – Lento – Allegro

Improvisation III

Théodore Dubois (1837-1924)
Grand Chœur in B-Dur

Gerben Mourik 4133 a

 

Der Niederländische Organist Gerben Mourik wurde am 17. Juni 1981 in Gouda geboren. Anfangs studierte er bei Albert van der Hoeven und Jolanda Zwoferink. Er setzte seine Studien bei Ben van Oosten fort. Er erwarb das Konzertdiplom (erste Stufe) mit Sondervermerk für Improvisation. Im Jahre 2006 schloss er in den Hauptfächern Orgel und Improvisation sein Konzertdiplom (zweite Stufe) ab. Auch absolvierte er ein Spezialstudium Kammermusik. Gerben spielte mehrere CDs mit  Literatur und Improvisationen in unterschiedlichen Stilarten ein. Er ist amtierender Organist der Hervormde Gemeente von Oudewater-Hekendorp. Nicht nur in seiner Konzertpraxis ist er aktiv, sondern  auch als Begleiter von mehreren Chören und Solisten. Gerben Mourik beteiligte sich an mehreren Improvisationswettbewerben. Er erwarb 2000 im B.A.C.H.-Wettbewerb in Amersfoort eine ehrenvolle Erwähnung. Im Jahre 2003 gewann er den Ersten Preis im Nationalen Orgelimprovisationswettbewerb Zwolle. 2004 war er Finalist im Internationalen Improvisationswettbewerb Haarlem; 2005 erwarb er den Ersten Preis im renommierten International Organ Festival von St. Albans (England) und im Juli 2008 krönte der von der Jury einhellig zuerkannte Erste Preis im Internationalen Improvisationswettbewerb Haarlem seine Leistungen als Improvisator. 2013 verlieh die Gemeindeverwaltung von Oudewater ihm den Ehrentitel Stadtorganist. Auch erschienen in den vergangenen Jahren mehrere CDs, aufgenommen in u.a. St.-Sernin in Toulouse, der Neuen Kirche in Katwijk aan Zee und der Domkirche in Dordrecht und zwar auf dem Label Vita Recordings. Im Juni 2015 absolvierte er sein Studium A-Kirchenmusiker am Utrechter Konservatorium. Seit Januar 2016 ist er einer der Redakteure des kirchenmusikalischen Magazins ‘Laetare’ und seit Januar 2018 ist er ebenfalls verbunden mit ‘de Stad Klundert’, wo er künstlerischer Leiter von der Konzertreihe und ‘Organist des Hauses’ ist.  Diese ehemalige Kirche verfügt über zwei Orgeln von Marcussen (1964, 28 Register) und Vermeulen (1952, 36 Register).

www.gerbenmourik.nl

 

Konzert VI, Sonntag 11. August 2019, 17 Uhr
Francisco Amaya Martínez (Valencia)

Anónimo (Atrib. A Sebastian Aguilera de Heredia) XVI. Jh.
Tiento de Batalla de XVIII tono

Josep de Torres y Vergara (1661-1727)
Batalla

Juan Bautista Cabanilles (1644-1712)
Xácara

Batalla Imperial

Vicente Martín y Soler (1754-1806)
Sonata en Do M (Ob. de la Ópera “Una cosa rara”

Padre Antonio Soler (1729-1783)
Fanfarria del Emperador (Concierto para dos órganos n° 6)

Hilarion Eslava (1807-1878)  
Ofertorio sobre el himno Ave Maris Stella (Preludio y fuga)

Eduardo Torres (1872-1934)
Saetas

Jesús Gurídi (1886-1961)
Tríptico del Buen Pastor
I. El rebaño
II. La oveja perdida
III. El buen Pastor

Adolfo Gutiérrez Viejo (* 1935)
Vitrales sonoros IV

Francisco Amaya (* 1965)
4 Escenas sobre el himno de la Virgen del Sufragio de Benidorm

Francisco Amaya Martínez

 

Francisco Amaya stammt aus Valencia. Er studierte Orgel bei Adolfo Guiterrez und Michael  Radulescu, Orchesterleitung bei  Sergiu Commissiona (Madrid) und Jorma Panula (Berlin). Zusátzliche Chorleitungsausbildung erhgielt er bei Helmut Rilling bei der Stutgarter Bach-Akademie. Amaya ist ein Organist und Musiker mit vielseitigen Interessen. Als Organist Beschäftigt er sich mit der Musik der frühen Renaissance, des Barock und der Romantik bis hin zu Uraufführungen junger  spanischer  Komponisten. Er konzertiert bei namhaften  Orgelfestivals (Dom León, San Sebastián, Madrid, Valencia, Sevilla, Caceres (Spain), AFNOM (London), Helsinki (Finland), Darmstadt, Bamberg, Bad Durkeim and Wittenberg (Germany), Andorra, Sheffield (England), Svendborg (Denmark), Tromso (Norway),  Saint Patrick’s Cathdral (New York),  Deutsche  Oper Berlin und vielen anderen Orten. Daneben ist er Sachverständiger für Orgelbau  und Mitglied verschiedener Ensernbles für Alte Musik. Er wurde eingeladen bei der Abschlussfeier des Jahresfests der Neuen Orgelmusik (AFNOM) in London aufzutreten und am 60. Jahrestag der Krönung von Königin Elisabeth II in einem Konzert in der Westminster Abbey teilzunehmen. Im Jahr 2017 spielte er ein Konzert bei einem Fest zum 500. Geburtstag Luthers, der seine Thesen an die Tür der Schlosskirche heftete. Seine mehrjährige Teilnahme an der Bach-Akademie  Stuttgart, mündete in die Gründung des Chors der Brahms-Gesellschaft, mit  viel beachteten Aufführungen u.A. in Madrid, Valladolid, Cáceres und Valencia. Heute ist er Organist an der “Los Angeles–Kirche“ in Valencia und unterrichtet Orchesterleitung  in Landeskonservatorium in Torrent. Zuletzt wurde die CD „XXV Aniversary Orgel of San Jorge“ mit Werken von Bach, Mozart, Torres, an der Blancafort-Orgel des San Jorge Kirche produziert. Unter der Mitwirkung von Amaya und Rotary Internationale Stiftung sind bereits etliche Rundfunk- und Fernsehproduktionen und CD-Einspielungen mit Geschichte der spanischen Orgelmusik   erfolgt.

www.pacoamaya.es

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